Museen erfüllen in erster Linie einen öffentlichen Auftrag. Sie sammeln und bewahren historische Schätze und machen diese für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Naturhistorische Museen versuchen zudem, das Bewusstsein der Menschen für die Natur zu stärken. Deutschland ist eines der Länder, die über die meisten naturhistorischen und naturkundlichen Museen verfügt.

Naturhistorische Museen in Deutschland

In Deutschland gibt es über mehr als 50 naturhistorische Museen. Diese Einrichtungen zeigen Schaustücke und Präparate, die sich über alle Epochen der Entwicklung des Lebens in der Erdgeschichte erstrecken. Der Bogen spannt sich dabei von paläontologischen Ausstellungen bis hin zur Fauna und Flora der Gegenwart. Zu den größten und bekanntesten dieser Museen zählen in Deutschland zum Beispiel:

  • Das naturhistorische Museum in Mainz
  • Der Dinosaurierpark in Münchehagen
  • Das Museum für Naturkunde in Berlin

Naturhistorisches Museum in Mainz

Dieses Museum ist das größte seiner Art im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Das Museum hat eine Dauerausstellung eingerichtet und daneben gibt es regelmäßige Führungen durch die Ausstellungsräume des Museums. Zu den Highlights zählen dabei vor allem Präparate seltener Tierarten wie dem Beutelwolf, dem Java-Nashorn oder dem Steppenzebra. In diesem Museum können Besucher nicht nur Präparate von Tieren bewundern, sondern sich auch über die geologische Entwicklung der Region informieren. Dazu zählt beispielsweise eine umfangreiche Mineraliensammlung.

Dinosaurierpark in Münchehagen

Das Freilichtmuseum in Münchehagen ist der größte wissenschaftliche Themenpark in ganz Deutschland. Er beherbergt einen umfangreichen Dino-Park. Dort können Besucher auf einem 2,5 Kilometer langen Rundweg rund 230 Rekonstruktionen von Dinosauriern bestaunen. Das Naturdenkmal Saurierfährten, das auch als wissenschaftliches Zentrum des Museums gilt, enthält eine Reihe versteinerter Spuren von Dinosauriern sowie ein großes Dino-Labor mit einer eigenen Präparationswerkstatt.

Naturkundemuseum in Berlin

Dieses Museum ist eines der ältesten Museen Deutschlands. Es wurde bereits im Jahr 1810 eingerichtet. In der Ausstellungshalle befindet sich das bislang größte vollständige Skelett eines Dinosauriers. Das Museum zeigt auf einer Ausstellungsfläche von über 6.000 Quadratmetern Fläche die Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten.

Bekannteste naturhistorische Museen der Welt

Auf der ganzen Welt wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte naturhistorische Museen und Ausstellungen eingerichtet. In London befindet sich beispielsweise das größte naturhistorische Museum der Welt. Das Natural History Museum ist ein Teil der insgesamt drei Museen in der Exhibition Road, die man im Londoner Stadtteil South Kensington findet. Jährlich strömen über fünf Millionen Besucher in dieses Museum.

Auf der anderen Seite unseres Planeten gibt es das Melbourne Museum. Dieses australische Museum ist die größte naturhistorische Einrichtung auf der südlichen Erdhalbkugel.

Das Naturhistorische Museum in Wien zählt zu den bedeutendsten internationalen Museen der Welt und ist zugleich das größte Museum in Österreich. Es wurde im Jahr 1889 offiziell eröffnet. Diese museale Einrichtung besticht nicht nur durch ihre wertvollen naturhistorischen Schaustücke, sondern auch durch die einzigartige architektonische Gestaltung. Das Gebäude wurde nach Entwürfen von Karl Freiherr von Hasenauer und Gottfried Semper gebaut.

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